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Fremde? Migranten? Trans? Schwul? Freikirchler? Links? Rechts? Oder einfach dein Nächster?

  • renesteiner7
  • 20. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Feb.




Zuerst eine Entschuldigung. Es ist mir sehr peinlich. Im letzten Blog Beitrag habe ich geschrieben: «Mehr dazu bald auf diesem Kanal.» Da ist jetzt bald ein Jahr her. Und was für ein Jahr. Aber das erzähl ich Dir dann mal auf der neuen Erde …


Doch jetzt zum neuen Blog Beitrag.


Irgend ein Sonntag im 2024. Ein Baum von einem Mann steht im Gottesdienst vorne und erzählt seine Story. Bilal (Name geändert) war Kämpfer in einem Grenzkonflikt auf dem asiatischen Kontinent. Zwei Jahre im Gefängnis. Flüchtling in der Schweiz. Seine Frau wird schwanger. Etwas stimmt nicht mit dem Kind. Die Ärzte eröffnen Bilal und seiner Frau, dass das Kind sterben wird. Kurze Zeit später trifft er Leute aus einer unserer missionalen Communitys. Er wird eingeladen. Beim Essen erzählt Bilal die Geschichte von seinem ungeborenen Kind. Leute aus der Community beten für die Familie. Gott greift ein. Ein paar Monate später kommt das Kind zur Welt. Und es lebt auch Jahre danach immer noch und ist gesund. Bilal lässt sich taufen. Bei der Taufe sagt er die Sätze, die mir immer noch in den Ohren klingen: «Einem Gott, der das tun kann, will ich nachfolgen. Darum lasse ich mich heute taufen.»


Viel besser wird die alltägliche Schönheit eines missionalen Lebens nicht mehr.


Stell Dir vor, solche Storys wären der Alltag von Schweizer Kirchen. Davon träume ich. Darum lautet für mich die matchentscheidende Frage für die Kirche:


«Wie können wir für die Menschen um uns herum eine gute Nachricht sein?»


In Lukas 7,11-17 lesen wir ein Story, die für mich zum Modell geworden ist, wie Jesus das gemacht hat. Im letzten (kürzlich erschienen 🙈) Blog Beitrag sind wir in der Story stehen geblieben, als Jesus diese Witwe sah.


Was geschieht dann?

«Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt.» (Lukas 7,13)


Das griechische Wort ist sehr anschaulich. Stell Dir vor, jemand packt Deine Innereien und drückt richtig heftig zu. Etwa so. Es hat Jesus im Innersten weh getan. Nach "Gehen" und "Sehen" lässt Jesus sein Herz bewegen von der Not dieser Frau.


Was siehst Du, wenn Du Menschen anschaust?


Wir leben in einer Zeit, in der Menschen oft zuerst als Teil einer Gruppe wahr genommen werden: Fremde, Migranten, trans, schwul, Freikirchler, links, rechts, «Trump-ianer», «Biden-iten». So bleiben Menschen gesichtslos. Sie gehören zu den «Anderen», die mich nicht betreffen. Ich werde nicht berührbar für ihre Nöte.

Wenn Jesus Menschen sah, wurde die Kraft der Barmherzigkeit entfesselt, die jede Gruppenidentität zertrümmert oder zumindest wirkungslos macht. Distanz schwindet. Ich gehe auf Augenhöhe. Ich sehe ein Gesicht. Und der Fremde wird zum Nächsten, was eigentlich "Stammesverwandter" heisst. Ich teile dieselbe Würde und dieselbe Gebrochenheit. Ich entdecke im «Anderen» und «Fremden» Menschen, mit denen ich zutiefst verbunden bin. Und mein Herz wird berührbar für ihre Not.


Und nur so kann ich eine gute Nachricht sein für andere.


Ein Bekannter hat mir dazu folgende Geschichte erzählt. Er sass im Zug. Eine junge Frau setzte sich zu ihm ins Abteil. Alles Gothic Style. Dunkle Kleider. Dunkle Schminke. Düster und etwas unheimlich. Mein Bekannter hat sie nur kurz angeschaut und gedacht: «Schon wieder eine junge Frau, die ihr Leben wegschmeisst.» Doch der Heilige Geist ist ihm in die Parade gefahren. «Diese Frau ist eigentlich ein Familienmensch. Sie ist 16 und ihr Eltern haben sich vor kurzem scheiden lassen. Sie war die einzige von drei Geschwistern, die sich gewehrt hat. Daran ist sie zerbrochen.»

 

«Und als er sie sah, wurde er innerlich bewegt.»

 

Mein Bekannter sprach sie an. Sie war natürlich verblüfft, dass dieser Fremde ihre Geschichte kannte. Und im Verlauf der kommenden Wochen wurde sie eine Nachfolgerin von Jesus.

Ich finde es sehr traurig, dass viele von uns Christen sich mitreissen lassen von diesem primitiven Einteilen in Gruppen, die dann unsere Haltung zu diesen Menschen bestimmt.


Wir sind Azubis von Jesus!

Hören wir auf mit dem Unfug!


Denn wenn Gottes Liebe in uns zum Ziel gekommen ist, werden wir alle Menschen so behandeln, als wären sie unsere Familie. Und das erhöht die Chancen massiv, dass die Bilals und Gothic Girls in unserer Umgebung Jesus auf die Spur kommen.

 
 
 

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